Eine Woche war vergangen.
Seit jener Nacht, in der sich alles verändert hatte. Seit sie ihn zum ersten Mal berührt, geschmeckt, gespürt hatte. Sein Name war Elias. Aber für Anna war er noch immer „der Mann mit den ruhigen Händen“ – nur dass sie jetzt genau wusste, wie diese Hände sich anfühlten, auf ihrer Haut, zwischen ihren Beinen, tief in ihr.
Seitdem war ihr Fenster nackt.
Keine Gardinen mehr. Kein Sichtschutz. Die Welt konnte sie sehen – wenn sie wollte.
Und sie wollte.
Es war Freitagabend. Elias hatte ihr geschrieben: „Lass die Lichter an.“
Und das hatte sie getan.
Der Raum war in warmes, goldgelbes Licht getaucht. Anna lag nackt auf dem Bett, die Beine leicht geöffnet, ihre Finger ruhten bereits zwischen ihren Schenkeln. Sie wusste, dass er drüben stand. Dass er sie sah. Vielleicht mit dem Fernglas. Vielleicht mit der Hand um seinen Schwanz.
Aber heute war sie nicht allein.
Ein Klopfen an der Tür.
Sie lächelte. Öffnete – nackt. Er trat ein, ebenfalls nackt. Als würde es keine Rolle mehr spielen, keine Scham geben, keine Masken. Seine Augen glitten über ihren Körper wie eine Zunge. Dann küsste er sie – langsam, tief, als würde er sich jedes Detail noch einmal einprägen.
Doch diesmal war es anders.
Er führte sie zum Fenster. Direkt davor.
„Setz dich“, befahl er leise.
Anna ließ sich auf das breite Fensterbrett sinken, die Beine geöffnet, das Licht genau auf ihre Haut gerichtet. Und dann kniete Elias sich vor sie – wie ein Beter vor einer Göttin.
Seine Zunge war warm, wild und geduldig zugleich. Sie stöhnte laut, legte den Kopf in den Nacken, ließ sich gehen. Ihre Brüste hoben und senkten sich, der Atem ging schnell. Seine Finger drangen in sie ein, während seine Zunge ihren Kitzler umspielte, saugte, reizte. Sie wusste nicht, was mehr erregte – sein Können oder die Tatsache, dass sie gesehen werden konnte.
Und sie wurde gesehen.
Draußen, auf der anderen Straßenseite, war ein weiteres Fenster beleuchtet. Jemand stand dort – eine Frau vielleicht, ein Mann, sie wusste es nicht genau. Nur, dass da ein Schatten war. Ein Zeuge. Ein stiller Beobachter.
Das machte sie nur noch heißer.
„Steh auf“, flüsterte Elias. Sie tat es.
Er drehte sie zum Fenster, ihre Hände auf dem Glas, ihre Beine leicht gespreizt. Sie spürte seinen harten Schwanz an ihrem Eingang, seine Hände an ihrer Hüfte.
„Zeig ihnen, wie sehr du es willst.“
Dann stieß er zu – tief, kräftig, rhythmisch. Ihr Körper prallte bei jedem Stoß leicht gegen das Fenster. Ihre Brüste wippten, ihre Finger hinterließen Spuren auf dem Glas. Und draußen, irgendwo im Dunkel, sah jemand zu, wie sie gefickt wurde – wie sie es wollte, wie sie es genoss.
Sie kam wie im Rausch. Laut, hemmungslos, vibrierend. Und er folgte ihr, mit einem unterdrückten, kehligen Stöhnen, als er sich tief in ihr vergrub.
Danach standen sie nackt da, seine Arme um sie, ihre Körper verschwitzt und entspannt.
„Wir sollten die Fenster nie wieder schließen“, flüsterte sie.
Elias grinste.
„Nie wieder.“




